Therapie und Beratung

Familientherapie

Krisen, Konflikte, Krankheiten, Trennungen, Neuzusammensetzungen… all das kann Familien bis an die Belastungsgrenze und manchmal darüber hinaus bringen. Und es ist selten möglich die EINE Ursache für all das zu finden. Alles hängt irgendwie mit allem zusammen, Schuldzuweisungen helfen nicht weiter.

Was sind Indikationen, bei denen sich Gespräche in Form von systemischer Therapie bewährt haben?

  • Erziehungsschwierigkeiten
  • Probleme durch Trennung, Scheidung
  • Schwierigkeiten in der Patchwork-Familie
  • Auftreten von seelischen Erkrankungen (Depression, Essstörungen, Suchterkrankungen, Burnout etc.)
  • Probleme beim Umgang mit Krankheiten (Krebs, Allergien, Schlafstörungen, Demenz) in der Familie

Mit wem arbeiten wir?

In der systemischen Therapie arbeiten wir nicht nur mit den einzelnen, bei denen sich besonders die Symptome zeigen, sondern mit dem System, in dem sie/er sich bewegt. Dabei spielen sowohl die ganz nahen Verwandten, als auch manchmal entferntere Kreise der Familie eine Rolle. Alle sind für die Bewältigung einer Krise hilfreich. Wir arbeiten mit denen, die kommen.

Was ist mit „Familie“ gemeint?

In unseren Zeiten ist der Begriff Familie für uns sehr weit gefasst zu betrachten. Wir haben keinesfalls ausschließlich die „traditionelle“ Familie im Blick (Vater, Mutter, Kind(er)). Zu uns können alle kommen, die sich als Gemeinschaft verstehen, die trotz aller Schwierigkeiten (wieder) zusammen leben und dafür etwas tun wollen.

Wird nur geredet?

Die Sprache ist eine sehr hilfreiche Ausdrucksform unserer Emotionen. Aber sie ist nicht die einzige Kommunikation derer wir uns bedienen. Zunächst ist das Gespräch die wichtigste Form der Erkenntnisgewinnung. Durch systemische Fragetechniken versuchen wir uns dem Problem, den verschiedenen Sichtweisen und den Zielen einer Therapie zu nähern. Dann aber haben auch andere, anschaulichere oder fühlbarere Methoden Platz:

  • Arbeit mit dem Genogramm (eine Art Stammbaum, den wir mit Ihnen erstellen – nicht um alten Adel aufzuspüren – sondern um Beziehungen und Beziehungsgestaltung der verschiedenen Generationen zu beleuchten, Mustern nachzuspüren etc.)
  • Arbeit mit dem Familienbrett (symbolisch werden auf einem Brett mit Figuren Situationen und Beziehungen dargestellt und verändert, variiert)
  • Time-Line (eine gewisse Zeit des Zusammenlebens wird mit Hilfe von Seilen dargestellt und variiert)
  • Skulpturarbeit, Familienaufstellung (was auf dem Familienbrett in Klein geschieht, geht viel lebensnaher mit richtigen Personen)
  • und vieles mehr

Wie läuft das ab?

Familientherapie findet in unseren Räumen statt. In Fällen von körperlichen Beeinträchtigungen, die es erschweren zu uns zu kommen, besuchen wir Sie auch gern zu Hause. Die Sitzungen finden im Abstand von 2-4 Wochen statt. Die Dauer der Therapie bestimmen Sie selbst. Wir arbeiten bei Familie immer im Co-Team. Die „Doppeloptik“ hilft sehr bei der Arbeit und da wir Frau und Mann sind geht auch keine geschlechtsspezifische Perspektive verloren.

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Paartherapie

Paare kommen aus unterschiedlichen Gründen zur Beratung: Sei es, dass langjährig eingeschliffene Beziehungsmuster als unbefriedigend erlebt werden, dass die Liebe verschwunden zu sein scheint, die Sexualität, dass zu unterschiedliche Erwartungen an die Beziehung das Zusammenleben immer schwerer sein lässt, dass ein Partner fremdgegangen ist, dass Kleinigkeiten zu unendlichen Streits führen, dass laute Auseinandersetzungen die Kinder oder Freunde beunruhigen, dass die Aufgabenverteilung zu Hause ungerecht erscheint, dass man sich einfach nicht mehr versteht oder aus anderen Gründen nicht mehr weiter weiß.

Oft sind es Beziehungsmuster, die man nicht wahrnimmt oder die man zwar ahnt, die sich aber dennoch nur schwer durchbrechen lassen. Man sieht die bekannten Fallen und tappt doch wieder hinein.

Was leistet hier die Beratung oder Therapie?

  • Außenperspektive: Jedes Muster ist leichter zu erkennen, wenn etwas Abstand da ist. Die Neutralität der BeraterIn/TherapeutIn ermöglicht diesen Abstand.
  • Regelmäßige Sitzungen: Die Regelmäßigkeit ermöglicht einen kontinuierlichen Kontakt und gewährleistet Verlässlichkeit.
  • Methodik: Die Fragetechniken und anderen Interventionen gestatten eine neue Sicht auf die alten Muster. „Hausaufgaben“ geben die Chance, behutsam Dinge anders zu machen als bisher und so das alte Muster zu durchbrechen.
  • Setting: Wir führen Paarberatung oder –therapie immer im gemischt-geschlechtlichen Co-Team durch. Vorteil dabei ist, dass keine der geschlechtsspezifischen Perspektiven vernachlässigt wird und dass 2 verschiedene Blickwinkel auf die Problematik möglich sind; im sogenannten reflecting team erleben Sie, wie diese verschiedenen Perspektiven zur Erweiterung des Lösungsspielraums führen.

Beratungs- bzw. Therapiesitzungen finden im Abstand von 2-4 Wochen statt und dauern meist 1 ½ bis 2 Stunden. Sie enden mit einem Feedback der Therapeuten und einer „Hausaufgabe“.

Wann die Beratung das Ziel erreicht hat oder die Therapie zu Ende ist, entscheiden Sie. Eine Beratung kann schon nach 1-3 Sitzungen erfolgreich sein, therapeutische Prozesse dauern meist länger, sollten die Zahl von 10-15 Sitzungen aber auch nicht überschreiten.

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Umgangsberatung / Begleiteter Umgang

  • ...ist eine Form der Unterstützung und Förderung des Kontaktes zwischen Kind und wichtigen, von ihm getrennt lebenden Bezugspersonen, wie z.B. Vater, Mutter, Geschwister, Großeltern.
  • ...kann dazu beitragen, Konflikte zu verringern, die Gefahr von Beziehungsabbrüchen zu vermindern und Belastungen des Kindes zu reduzieren. Kontaktanbahnungen können unterstützend begleitet werden.
  • ...kann helfen, langandauernde, strittige und kostenintensive Auseinandersetzungen der Beteiligten zu vermindern oder zu beenden.

Notwendig für den Begleiteten Umgang ist ein "mitwirkungsbereiter Dritter". Der begleitete Umgang wird bei uns von MitarbeiterInnen durchgeführt, die über professionelles Wissen, persönliche und beraterische Kompetenzen verfügen. Es stehen Ihnen SozialpädagogInnen mit Zusatzqualifikationen in Mediation, Familientherapie und psychosozialer Beratung zur Seite.

Das Angebot "Begleiteter Umgang" setzt sich aus der Umgangsbegleitung im eigentlichen Sinne und der Umgangsberatung zusammen. In regelmäßigen Beratungsterminen erarbeiten Sie als Eltern unter der Moderation des Beraters/der Beraterin eine Elternvereinbarung, die als einvernehmliche Lösung auch bei Beauflagung durch das Familiengericht Bestand hat und die (dann unbegleiteten) Umgänge des berechtigten Elternteils in Zukunft regelt.

Für die Umgangsbegleitung stehen uns verschiedene Räumlichkeiten in Strausberg zur Verfügung. Alle verfügen über geeignete Möglichkeiten zu Reden, Spielen und Toben für Kinder verschiedener Altersstufen. Sie sind in unmittelbarer Nähe von Spielplätzen und gastronomischen Einrichtungen. Die Räume selbst verfügen über sanitäre Anlagen und Möglichkeiten zum Kochen. Auf den Wunsch aller Beteiligten, gibt es auch die Möglichkeit, den Umgang mit Videotechnik aufzuzeichnen und die Ergebnisse in den Beratungsprozess mit einzubinden.

Jeder begleitete Umgang ist anders und wir passen mit Ihnen gemeinsam die Arbeit an Ihre Bedürfnisse an.

Mediation

Was ist Mediation?

Dieses Verfahren gibt Ihnen die Möglichkeit, freiwillig und selbstverantwortlich in einem diskreten Rahmen zu verhandeln. Das Ziel, eine einvernehmliche Lösung zu finden, steht dabei im Vordergrund.

Was macht die Mediatorin / der Mediator?

Die Mediatorin/ der Mediator sorgt für ein faires Verfahren in angenehmer Gesprächsatmosphäre, das den Parteien Raum gibt, alles anzusprechen, was ihnen wichtig ist. Die Mediatorin/ der Mediator agiert neutral, allparteilich und unvoreingenommen.

Warum für Mediation entscheiden?

Sie selbst können die abschließenden Regelungen bestimmen. Anders als das Gericht, das verpflichtet ist, nach Gesetzen zu urteilen, haben Sie so die Möglichkeit, alle für Sie wichtigen Umstände in die Lösung mit einfließen zu lassen. Ihre individuellen Interessen stehen im Vordergrund. Daneben wird ein zügiges Verfahren gewährleistet.

 

Voraussetzung für eine erfolgreiche Mediation ...

... ist die freiwillige Teilnahme,

... ist die Bereitschaft aller Konfliktparteien, aktiv an den Gesprächen teilzunehmen und nach einer einvernehmlichen Lösung zu suchen.

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Stille Post

Eine Krankheits- oder Krebsdiagnose trifft nicht nur die Erkrankten, sondern die ganze Familie - Wir reden darüber!

  • Bei schweren Erkrankungen von Eltern handelt es sich immer um eine „Familiendiagnose“, d.h. die Diagnose hat nicht nur Auswirkungen auf die Erkrankten, sondern auch auf die Angehörigen und ganz besonders auf die Kinder
  • Das Thema Krankheit wird auf der emotionalen Ebene von den Erwachsenen oft tabuisiert oder unterschätzt: Unsicherheit, Sprachlosigkeit, Angst, Selbstschutz oder fehlende Information – all das verunsichert die Kinder und die ganze Familie
  • Kinder wollen aber informiert sein und verstehen!
  • Es ist nicht gut, die Krankheit vor ihnen zu verstecken, denn sie verstehen und hören mehr, als Erwachsene denken - die Folge sind oft Ängste und Schuldgefühle

Wir helfen Ihnen dabei, die Erkrankung angemessen und "Kind-gerecht" in Ihrer Familie zu kommunizieren. Das schützt Ihre Familie - und auch Sie!

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Gesundheitsberatung

... im Aufbau ...

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Kontakt und Anmeldung

Wenn Sie eines unserer Angebote in Anspruch nehmen wollen, nehmen Sie einfach Kontakt mit uns auf, damit wir einen ersten Termin mit Ihnen vereinbaren können! Entweder per Telefon (03341 - 44 99 377) oder mithilfe des Kontaktformulars:

Bitte addieren Sie 4 und 1.

Unser Team

Unsere Berater*innen und Therapeut*innen

Anne Jausly

Familientherapie, syst. Einzeltherapie, Paartherapie, Clearing
Syst. Familientherapeutin (DGSF), staatl. anerk. Erzieherin

Axel Schulz

Mediation, Beratung, Paartherapie, KiB-Training
Dipl. Pädagoge, Mediator, personenzentr. Kommunikation und Beratung, KiB-Trainer

Anna Bökenkamp

Familientherapie, Clearing, Beratung, KiB-Training, Organisationsberatung
Dipl. Sozialpädagogin, syst. Beratung (i.A.), KiB-Trainerin

Marc Eisenberger

Familientherapie, Clearing, Beratung
Staatl. Anerk. Erzieher, syst. Berater, syst. Familientherapeut (i.A.)

Marc Leesch

syst. Einzeltherapie, Paartherapie
Syst. Familientherapeut (SG)

Karin Strohbach

Gesundheitsberatung, Betriebliches Gesundheitsmanagement
Dipl. Pädadagogin, Gesundheitsberaterin

Kosten

Wenn die Angebote für Therapie und Beratung nicht durch Kostenträger wie Jugendamt oder Krankenkassen übernommen werden, entstehen Ihnen für die verschiedenen Leistungen folgende Kosten:

Leistung Kosten für 60 Minuten ungefähre Dauer einer Sitzung Bemerkungen
Familien- und Paartherapie 100,- € 2 Stunden 2 Therapeut*innen
Syst. Einzeltherapie, Mediation und Umgangsberatung, Gesundheitsberatung 50,- € 1 Stunde Je nach Wunsch 1 oder 2 Mediator*in (bei 2 verdoppelt sich der Satz natürlich)